Verrückte Welt

Mir liegt da noch etwas am Herzen. Nachdem ich ich mich vorgestern für mehr „Nettsein“ ausgesprochen habe, möchte ich heute einmal eine Frage stellen.

Es gibt ja komischerweise immer noch große Unterschiede, wie Frauen und Männer behandelt/angesehen/geachtet/wertgeschätzt werden. Na gut. Frauen bauen das Nest und die Männer gehen jagen. Verstehe ich ja noch. Aber wieso werden ganz normale Leute angefeindet, nur weil der Eine Fleisch mag, der Andere nicht / der Eine fühlt sich als Frau(oder Mann), der Andere nicht / der Eine schläft lieber auf dem Bauch ein, der Andere auf dem Rücken / der Eine schläft lieber mit Frauen, der Andere mit Männern.

Jetzt meine Frage: was von diesen Dingen ändert den Menschen?

Wenn ich jemanden mag, dann ist es mir völlig egal ob der den ganzen Tag nur Möhren futtert oder nachts auf dem Bauch schläft, oder nicht. Es ist mir egal ob einer lesbisch/schwul/trans/gläubig oder nicht ist. Das macht doch nicht die Person aus. Klar gibt es Ausnahmen, wenn jemand den Anderen von seinem Lebensstil überzeugen will. Aber das sind dann Menschen die ich halt nicht mag. Warum kann ich mich nicht gut mit jemand verstehen, ohne zu mockieren, mit wem er ins Bett geht? Solange ich nicht mit ihm zusammen bin, geht mich das doch noch nichtmal was an.

Ich lese auf Twitter öfter einen Account von einem Trans-Mann. Ich bin immer wieder erstaunt, was der sich alles anhören muss. Und erklären und verteidigen. Das es überhaupt nötig ist darüber zu diskutieren verstehe ich nicht. Er war als Frau unglücklich, als Mann ist er jetzt glücklich. Ist das denn nicht das was ihn ausmacht? Wieso soll ich mit ner verklemmten Ziege rumlaufen, wenn ich mich mit einem glücklichen Mann treffen kann? Ob, was und wie das mit dem Sex ist, wird doch für mich erst interessant, wenn ich was mit der Person anfange. Vorher ist mir das doch völlig egal.

Als ich letztens morgens Noch ganz im Tran in den 6 Uhr Nachrichten gehört habe, dass man die Steinigung wieder einführt, habe ich das für einen Aprilscherz gehalten.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Steinigung.

Ich habe sofort „das Leben des Bryan“  (Originaltitel: Monty Python’s Life of Brian) vor Augen. Das ist so absurd, dass ich es mir in Echt gar nicht vorstellen kann. Das könnte ich noch mit Jesus und Kirche in Verbindung bringen. Aber im Jahr 2019?

(aus dem Film)

Leute was ist denn los? Warum lasst Ihr denn nicht einfach alle Leute in Frieden leben und glücklich sein.

Steinigung weil sich 2 Leute mögen? Ich bin Fassungslos. Sollte man nicht lieber die Leute, die sich sowas ausdenken in die geschlossene Anstalt stecken? Das ist in meinen Augen das was nicht normal ist.

Geht es uns alles zu gut? Kann man Fanatikern nicht ein anderes Hobby geben? Bowling oder Karten spielen oder was ähnliches?

In diesem Sinne: lächelt heute einfach mal jemand an. 😊

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2 Kommentare

  1. 10. April 2019 / 21:41

    From now on this smiley guy will be me clicking the LIKE button to acknowledge I was here, even if I don’t comment.

    🙂

  2. 11. April 2019 / 13:02

    Ich finde die Entwicklung inzwischen echt beängstigend. Wir hatten mal so viel erreicht und waren mal so weit gekommen in Sachen Toleranz und Öffnung. Und jetzt? Kommen die ganzen Rassisten, Homophoben, Intoleranten und „Angstbürger“ um die Ecke und fühlen sich von Schwulen, trans Menschen, und allen, die anders denken als sie selbst, in ihrer Freiheit bedroht. Uns geht’s leider inzwischen allen zu gut, glaube ich.

    Vielleicht sollte man auch einfach mal aufhören, sich zu viele Twitter Nachrichten anzusehen. Da posten eindeutig auch zu viele kranke Hirne. Keine Ahnung, was das für eine Welt ist, in der wir momentan leben. Aber ich fürchte, das schlimme Ende der Entwicklung ist noch nicht erreicht.

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