Heulen Schlafen Schnee Weihnachten und Nudelsalat

Ihr fragt Euch sicher, was diese Dinge alles gemeinsam haben und was ich jetzt wieder für einen Quatsch verzapfe.

Fangen wir mit dem Heulen an. Was schon wieder? Neee so ist es diesmal nicht. Echt nicht. Ich habe nur eins von Frau O.’s Büchern gehört. „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedikt Wells. Kannte ich nicht, sagte mir auch nichts. Na mal reinhören dachte ich und bin hängen geblieben. Das ging soweit, dass ich gestern mit dem Buch totmüde ins Bett bin und obwohl ich schon längst hätte schlafen müssen, musste ich es noch unbedingt zu Ende hören. Dabei liefen mir die ganze Zeit Tränen die Wangen runter. Ich fand das Buch so tragisch und traurig und mir ging das so furchtbar nah. Ich konnte nicht anders. Ich kann nicht genau sagen was es war. Die Geschichte, die Art zu Erzählen, der Vorleser? Alles zusammen wahrscheinlich.

Natürlich bin ich heute mitten in der Nacht, also um 5, was für mich eine gute Zeit ist, um ins Bett zu gehen, nicht aus dem Bett gekommen. Nur noch 5 Minuten. Ohhh noch einmal umdrehen. Hatte nichtmal jemand was von Gleitzeit gefaselt? So ging das bis um 6:30 Uhr. Dann aber los. Duschen, Haare machen, Bütterchen schmieren und ab auf die Autobahn. Ach war das herrlich fast schon im Hellen anzukommen. Hat auch alles geklappt, war noch gut in der Zeit, auf der Autobahn war nicht mehr oder weniger los als kurz nach 6. Aber so verheult fühlt man sich halt auch nicht gerade toll. Egal, die Schmutzwassergebühren riefen und ich machte mich an die Arbeit.

Dann gefühlt von einer Sekunde auf die andere fing es an zu schneien und hörte bis jetzt auch nicht mehr auf. Es gab so richtig schöne „Frau Holle Flocken“. Weiche wattige Wolle segelte vom Himmel. Eigentlich wollte ich etwas länger bleiben, um mein Verschlafen auszubügeln, entschied mich aber pünktlich um 16 Uhr zu fahren, denn sie hatte den ganzen Tag nicht aufgehört Flocken vom Himmel zu werfen. Blöde Frau Holle. Auf der Autobahn war allerdings soviel Salz, dass nicht ein Hauch einer dieser Flocken auch nur im Ansatz eine Chance hatte liegen zu bleiben. Leider verursachte die Tatsache, dass die Flocken in Sichthöhe flogen den meisten Autofahrern eine panische Angst und so schlichen wir den ganzen Weg von Hilden bis Velbert mit 20 bis höchstens 40 km/h hintereinander her. Die Heimfahrt war gemütlich und dauerte eine geschlagene Stunde.

In Velbert angekommen, besuchte ich Frau O., die mich als Christkind missbrauchte und mir ein umgetauschtes Weihnachtsgeschenk für meinen Vater in die Hand drückte. Aber vorher durfte ich mich noch an Ihrem köstlichen Nudelsalat gütlich tun. Vielen Dank Frau O. war wirklich sehr lecker. So lass ich mir den Ausklang eines Arbeitstages gefallen.

Gute Nacht Euch allen.

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.