Bielefeld-Verschwörung Populäre Satire über die Stadt Bielefeld

Bielefeld: in Wahrheit ein schwarzes Loch? Die Stelle, an der ein UFO von Außerirdischen gelandet ist? Warum gibt es diese Stadt denn nun nicht?

Ein Blick in Wikipedia zeigt die Lösung. Hier der Artikel von deren Webseite:

Die Bielefeld-Verschwörung ist Gegenstand einer satirischen Verschwörungstheorie, die behauptet, die Stadt Bielefeld gäbe es nicht, ihre Existenz werde lediglich überzeugend vorgetäuscht. 

Diese Theorie erschien erstmals 1994 im deutschsprachigen Usernet kursiert seither als Dauerwitz im Internet und wurde so Teil der Internetfolklore die zur Netzkultur gehört. Sie wird als Beispiel genutzt, um die in sich geschlossene unangreifbare Argumentationsstruktur von Verschwörungstheorien aufzuzeigen.

Die Verschwörungstheorie behauptet, dass die Stadt Bielefeld nicht existiert, sondern sämtliche Hinweise auf ihre Existenz nur Teil und Werk der groß angelegten Bielefeldverschwörung sind. Die Existenz der Stadt Bielefeld werde der Bevölkerung vorgetäuscht, um an dieser Stelle etwas ganz anderes zu verbergen. 

Die unbekannten Drahtzieher der Verschwörung werden meist nur geheimnisvoll als „SIE“ (immer in Versalien) bezeichnet. Hinter „IHNEN“ werden beispielsweise die CIA, der Mossad oder Außerirdische  vermutet, die ihr Raumschiff als Universität  getarnt haben. Eine Version vermutet an der Stelle der vorgetäuschten Stadt gar den Eingang nach Atlantis. 

Sämtliche Fotos aus Bielefeld seien tatsächlich in anderen Städten aufgenommen und teilweise zu einem fiktiven Stadtbild montiert worden. Auch Fahrzeiten von Zügen, die zum Halt auf dem angeblichen Bielefelder Bahnhof erstaunlich wenig Zeit benötigen, werden als Beleg angeführt. Autos mit der Ortskennzeichnung BI auf dem Nummernschild würden auch nur zu Tarnungszwecken auf die Reise durch Deutschland geschickt.

Auf einer Studentenparty im Jahr 1993 rutschte einem Bekannten des deutschen Informatikers Achim Held, damals Informatikstudent in Kiel, der Satz „Das gibt’s doch gar nicht“ heraus, als ihm jemand aus Bielefeld gegenüberstand. Die Idee einer entsprechenden Verschwörung wurde im Umfeld von Held weitergesponnen, zu dem auch ein Leser von Esoterik-Magazinen gehörte. Eine Rolle spielte hierbei auch, dass im Herbst 1993 die Autobahnabfahrten nach Bielefeld wegen Großbauarbeiten zeitweilig gesperrt waren. Die erste bekannte öffentliche Erwähnung der Bielefeldverschwörung stammt von Held und wurde am 16. Mai 1994 im Usenet in der Newsgroup de.talk.bizarre veröffentlicht. Helds Absicht war es dabei, gängige Verschwörungstheorien ins Lächerliche zu ziehen. Die Auswahl der Stadt war Zufall.

In Texten der Verschwörungstheorie wird der verräterische Name Bielefeld meist vorsichtshalber durch B*e*e*e*d, B**l*f*ld, Blfld, Bielefake oder B-Wort ersetzt.

Das ZDF führte zum zehnten Geburtstag der Verschwörungstheorie ein Interview mit Achim Held, in dem er über die Entstehungsgeschichte berichtete. Unbekannt ist, ob die 1969 erschienene Geschichte Amerika gibt es nicht[6]von Peter Bichsel bei der Entstehung eine Rolle gespielt hat und ob es Verbindungen gibt zu Carl Zuckmayers Drama Der Gesang im Feuerofen(1956, Zitat: „Wir sehen uns wieder – so Gott will. […] Und wenn nicht in dieser Welt, dann vielleicht in Bielefeld.“) oder Udo LindenbergsLied „Rätselhaftes Bielefeld“ (1976, Zitat: „Und sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld!“).

Nun ich bin hier. In Bielefeld. Ergab richtige Autobahnschilder und echte Ausfahrten. Blaubär parkt vor einem Haus. Er hat eine Sonder-Parkgenehmigung für diesen Tag bekommen. Ich war zu Fuß in der Stadtmitte, in der es auffallend viele Erdlinge auf einem Haufen gab. „Udo“ ist mir dabei nicht begegnet. 🤔 Die eben geposteten Blumen sind eigentlich zu schön um echt zu sein. Also wo bin ich? Träume ich? Bin ich hier?

Hat noch jemand Erfahrungen mit/in Bielefeld gemacht?

In diesem Sinne: bleibt auf der Erde.

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3 Kommentare

  1. 31. März 2019 / 13:23

    Oh you poor girl. You don’t know that there is a chip, implanted in your mind, that makes you believe Bielefeld exists.

  2. 1. April 2019 / 14:35

    Was? Du willst in Bielefeld gewesen sein? Gibt’s doch gar nich!

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